Wing Surfing

 

Hast du schon einmal etwas von Wing Surfing gehört? Es ist ein neuer, wenn nicht sogar der neue Wassersport Trend. Er verspricht eine perfekte Kombination aus Windsurfen und Kitesurfen und das Ganze soll auch noch bei schwachen Windverhältnissen möglich sein.

Wing heißt auf Deutsch Flügel und wie auf Flügeln sollst du bei Wing Surfing über das Wasser gleiten. Auf Leinen, Harnesse oder Bars wird dabei komplett verzichtet. Die Theorie klingt verlockend einfach: Wing aufpumpen und schon kann der Spaß losgehen. Auch das Verstauen nach dem Ausflug ist sehr einfach.

 

Woher kommt Wing Surfing?

Manchmal ist es beim Sport wie in der Mode – alles kommt wieder. Da wundert es nicht, dass es erste Ansätze zum Wing Surfen schon in den 1980ern gab. Damals erfand Tom Magruder ein sogenanntes Wind Weapon. Genauso schnell, wie er gekommen war, verschwand der Trend dann auch wieder.

 

Woher kommt Wing Surfing

 

In den 2000ern sah man dann plötzlich wieder Wings für Stand Up Paddler. Auch diese Erscheinung konnte sich nicht durchsetzen. Erst jetzt, wo sich das sogenannte Foiling vom Segeln über das Kiten bis hin zum Stand Up Paddling durchgesetzt hat, erscheint auch das Wing Surfing plötzlich wieder interessant.

 

Was brauchst du zum Wing Surfen?

Du brauchst im Grunde nur dein Board und dein Wing. Dieses solltest du mit einem sogenannten Leash an der Spitze befestigen, um es nicht bei der ersten Windböe zu verlieren. Wähle am besten ein gut schwimmendes Board, das nicht zu klein ist.

 

Was brauchst du zum Wing Surfen

 

Du siehst schon: Wing Surfing ist eine Sportart, bei der es um dich, das Wasser und den Wind geht. Dich selbst schützt du mit deinem Neoprenanzug und Neoprenschuhen. Während du das Board, ein Wing und den Neoprenanzug in der Regel ausleihen kannst, solltest du deine eigenen Neoprenschuhe mitbringen. Die übrige Ausstattung fällt nicht besonders umfangreich aus.

 

Wo kannst du in Deutschland Wing Surfen?

Grundsätzlich eignet sich jede Wasserfläche mit geringen Windverhältnissen zum Wing Surfen. Allzu stürmisch sollte es nicht werden, weil sonst die Unfallgefahr zu groß wird.

Wing Surfing am Bodensee

Überall, wo du bisher mit dem Stand Up Paddle unterwegs warst, kannst du jetzt auch dein Wing aufspannen. Surfe vorbei an Konstanz, Lindau oder Friedrichshafen und lass dich dann noch in einen der Flussarme weitertreiben. Entdecke langgestreckte Strandpromenaden oder fabelhafte Aussichtstürme und lass den Tag ufernah bei einem traumhaften Sonnenuntergang ausklingen.

Wing Surfen am Schluchsee

Der Schluchsee liegt als größter See des Schwarzwalds südöstlich vom Titisee. Es gibt einen natürlichen Zufluss zum Stausee und mehrere Kraftwerkstufen aus dem Rhein. Hier kannst du den wunderschönen Schwarzwald entdecken oder den Riesenbühlturm besteigen.

Von seiner Spitze aus hast du bei klarer Sicht sogar einen Ausblick bis in die Alpen. Nach einer ausführlichen Tour am Rande des Schluchsees entlang lädt das Freibad Aqua Fun zu einer Pause ein.

Wing Surfing Fun am Titisee

Auch der Titisee liegt im Schwarzwald. Er entstand durch den Feldberg-Gletscher und lädt Wing Surfer zu entspannten Touren ein. Tatsächlich ist der Titisee im Sommer ein schönes Ausflugsziel, das im Winter nochmal einen ganz besonderen Zauber bekommt.

Das nördliche Ufer gehört dem Strandbad. Ansonsten gibt es neben Schiffsrundfahrten auch zahlreiche Möglichkeiten, den Titisee und die angrenzenden Städte zu erkunden. Hier ist besonders Titisee-Neustadt zu erwähnen, das auch touristisch gut erschlossen ist.

Wing Surfen in der Nordsee

Vielleicht denkst du, dass die Nordsee viel zu stürmisch für Wing Surfer ist. Gerade Inseln wie Sylt und Helgoland sind ein Surfparadies für alle Windverhältnisse. Auch die Inseln selbst sind eine Reise wert.

Wing Surfing in der Ostsee: In der Ostsee sind es besonders die großen Inseln Rügen und Fehmarn, die echte Surferparadiese bieten.

 

Wie kannst du Wing Surfing lernen?

Wing Surfing ist an sich eine Erweiterung des Stand Up Paddlings. Die gute Nachricht: Um Wing Surfing zu lernen, brauchst du keine großen Vorkenntnisse. Deine Begeisterung für den Wassersport sollte vollkommen ausreichen. In Wing Surfing Kursen lernst du als erstes den Umgang mit dem Board. Das funktioniert am besten im sogenannten Stehrevier. Dann geht es weiter mit der Kenntnis zum Thema Wind.

 

Wing Surfing learning

 

Denn diesen willst du später für dich mit deinem Wing nutzen. Das Hauptziel der Kurse ist, dass du lernst, gezielt zu surfen. Du musst dich beim Wing Surfing nicht einfach nur vom Wind treiben lassen. Das kann natürlich auch mal Spaß machen – dann ist der Weg das Ziel. Aber grundsätzlich wirst du an einem bestimmten Punkt ankommen, eventuell sogar dein Auto parken und dann wäre es ja schön, wenn du genau dort wieder ankommst.

Einen speziellen Wing Surfing Schein oder eine entsprechende Lizenz gibt es bisher noch nicht. Wenn du aktuell Wing Surfing für dich entdeckst, bist du ganz vorne bei einer neuen Trendsportart dabei.

 

Für wen ist Wing Surfing interessant?

Wenn du begeisterter Stand Up Paddler bist und dir für manche Touren etwas mehr Speed wünschst, dann solltest du dir unbedingt ein Wing zulegen und durchstarten. Wing Surfing ist etwas schneller als klassisches Stand Up Paddling. Der Vorteil: Du brauchst kein ganzes Boot, um unterwegs zu sein und auch leichte Windverhältnisse können dich in Bewegung setzen.

Auch Skateboarder und Snowboarder könnten dank der innovativen Wings Flügel bekommen – tatsächlich sind die Wings auch für die Straße und den Schnee geeignet. Der Hersteller warnt aber dennoch, dass das Gerät bei einem Sturz, der nicht im Wasser stattfindet, Schäden nehmen könnte. Hier solltest du also weiter auf die klassischen Beschleunigungswege setzen.

 

Fazit

Wing Surfing ist ein echter Trend, der rasant um sich greift. Immer mehr Stand Up Paddler entdecken neben den gemütlichen Touren auch das etwas höhere Tempo für sich. Sicherheit geht natürlich vor und deshalb solltest du auch beim Wing Surfing in Ufernähe bleiben. Der große Vorteil gegenüber anderen Wassersportarten mit Segeln besteht darin, dass du nur geringe Windgeschwindigkeiten und äußerst wenig Ausrüstung brauchst.

Alles, was du wirklich benötigst, kannst du im Auto transportieren. Das sieht bei Segelbooten schon ganz anders aus. Außerdem brauchst du keinen gesonderten Schein oder eine Lizenz, um dich auf den Weg zu machen. Ähnliche Manöver wie beim Kitesurfing kannst du von deinem Wing nicht erwarten. Aber wenn du deinem Stand Up Paddling etwas mehr Schwung verleihen möchtest, bist du beim Wing Surfing absolut richtig.