Stand Up Paddling

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Vom traditionellen Ursprung zum modernen Breitensport

Das Stand-up-Paddling, zu Deutsch Paddeln und auch SUP (Aussprache: esjupi) genannt, ist auf dem Weg, sich als Breitensport zu etablieren. Ob Elbe oder Rhein, Chiem- oder Bodensee – immer häufiger sieht man Menschen, die auf diesen Gewässern auf Brettern stehen und vorwärts paddeln. Tatsächlich ist dieser neu anmutende Trend Jahrhunderte, möglicherweise sogar Jahrtausende alt. Nachgewiesen ist, dass vor Jahrhunderten polynesische Inselvölker den sogenannten Einbaum fürs Fischen nutzten, und um zwischen den kleinen Inseln zu reisen. Meist waren diese kanuartigen Einbäume aus Bambus. Den ersten Boom erlebte diese Fortbewegungsmethode Mitte des letzten Jahrhunderts auf Hawaii. Dort nutzten Surflehrer, als das Wellenreiten in Mode kam, das Paddeln im Stehen, um ihre Schüler im Blick zu behalten. Durch die erhöhte Position konnten sie auch die Wellen besser vorhersehen und fotografieren. Als Sportart wurde das Stand-up-Paddeln erst in den 80ern bekannt. Damals fingen bekannte Wellenreiter und Surfer an, sich die wellen- und windarmen Zeiten auf ihren Longboards mit Paddeln zu vertreiben. Um das Jahr 2000 wurde das Stand-up-Paddeln neu entdeckt. Weltbekannte Wassersportler wie Robby Naish trugen maßgeblich dazu bei, den Sport bekannt zu machen und die ersten Hersteller begannen mit der Serienproduktion. Durch die Erfindung der inflatable SUPs, also der aufblasbaren Boards, wurde der Boom entscheidend vorangetrieben. Unaufgepumpt lassen sich die iSUPs einfach falten, dadurch überall hin mitnehmen und ebenso einfach einlagern. Heute gibt es verschiedene Variationen dieser Wassersportart in denen auch Wettkämpfe ausgetragen werden. Die Boards werden an verschiedene Gewässer und Fahransprüche angepasst. Es gibt sie in unterschiedlichen Preisklassen, für die ganze Familie, speziell für Frauen und Kinder sowie zum Transport von Lasten und ganzer Teams.

 

Hardboards – Kinder der Klassiker

Die SUP Hardboards sind abgeleitet von den klassischen Surfbrettern für das Wellenreiten. Dieses Erbe tragen einige Hard-SUPs noch als Holzkern in sich. Die verschiedenen Hardboards unterscheiden sich in Bauweise, Shape und Länge, die dem jeweiligen Verwendungszweck und Nutzer angepasst sind. Grundsätzlich haben sie alle eine auftreibenden und leichten Kern, der aus Holz wie Bambus oder Carbon, Epoxy oder anderen Kunststoffen gefertigt ist. Über den Kern werden mehrere Schichten aus unterschiedlichen Materialien gezogen. Bei werden je nach Hersteller und Typ Glas-, Carbon- und Basaltfasern benutzt. Zu beachten ist auch, dass das Unterwasserschiff andere Eigenschaften besitzen soll, als das Deck und die Standfläche. Das Unterwasserschiff ist der Teil des Boards, der sich im Wasser befindet und neben der Shape die Fahreigenschaften bestimmt. Auf der Oberseite des Boards erhält die Standfläche oft eine Schicht aus beispielsweise EVA, damit der Fahrer mehr Grip hat und ein angenehmes Fußgefühl. Die Rails (die seitlichen Teile des SUPs) werden ebenfalls mit einer zusätzlichen Materialschicht geschützt, um das Board robuster zu machen.

Hardboards zeichnen sich vor allem durch ihre Steifigkeit aus. Sie sind hart und fest. Dadurch haben sie etwas bessere Fahreigenschaften als inflatable SUPs. Da aber die Entwicklung dieser aufpumpbaren Bretter schnell vorangetrieben wird, werden die Unterschiede immer kleiner. Für alle SUPs gilt, je steifer das Board, desto besser liegt es im Wasser und desto besser ist Agilität. Für Hardboards spricht auch ihre Formstabilität und Formbarkeit. Ein Hardboard kann sehr harte Kanten am Heck haben. Diese sogenannte Wasserabrisskante verbessert die Fahreigenschaften massiv. Ebenso ist die Ausarbeitung des Unterwasserschiffs sehr großer Bedeutung: Faktoren wie der Biegegrad des Rockers beeinflussen die Wasserlinie und die Fahrweise. Eine stabile Wasserführung und wie sich das Board auf Linie halten lässt, hängt davon ab, wie das Unterwasserschiff ausgeformt ist. Sind Konkaven eingearbeitet, so fungieren sie wie Schienen, an denen das Wasser entlang geführt wird. Dadurch liegt das SUP stabiler im Wasser und fährt entlang dieser selbst geformten Schienen. Effektiv sind auch Kanten an den Rails. Sie sorgen für mehr Grip. Ist jedoch ein hohes Tempo erwünscht, so werden die Rails runder geformt. Die Form des Bugs spielt auch eine große Rolle. Wird eine spitzere und verdrängende Form gewählt, schneidet das SUP besser durch das Wasser. Vor allem wenn es um solche präzisen Ausformungen geht, lässt sich bei Hardboards eine genauere Detailarbeit leisten.

Hardboards sind jedoch nicht per se die besseren SUPs. Es hängt stark von den Ansprüchen und Möglichkeiten des Fahrers ab, welche Art von Board er sich zulegen sollte. Zu bedenken ist, dass ein Hardboard schwerer zu transportieren sowie zu lagern ist. Außerdem sind sie weniger flexibel im Einsatz, falls z.B. der Wunsch besteht, dass das SUP von mehreren Personen gefahren wird. Hinzu kommt, dass die Oberfläche der Hardboards weniger robust bei Steinkontakt reagiert. Harte Steine können die Oberfläche empfindlich beschädigen. In diesem Fall ist es wichtig, die entsprechende Stelle unmittelbar anzudichten. Deswegen sind Boardbags und ein Schutz für die Rails von enormer Bedeutung. Im sportlichen bzw. Profibereich sind Hard-SUPs jedoch meist die erste Wahl.

Paddel - heutige Hightech-Blades

Das Paddel hat beim Stand-up-Paddeln eine große Entwicklung durchlaufen und ist zum absoluten Hightech-Produkt geworden. Dementsprechend ist auch die Auswahl sehr groß geworden. Zudem gibt es zahlreiche Varianten. Grundsätzlich gibt es drei Typen von SUP-Paddel: einteilig (fixed), zweiteilig (vario) und dreiteilig (3-piece).
Die fixed Paddel haben einen einteiligen Schaft, der meist 220 bis 240 cm lang ist. Er wird entsprechend der Größe und der Bedürfnisse des Fahrers gekürzt. Der Griff wird mit dem Schaft verklebt, sobald die Länge abgestimmt wurde. Einteilige Paddel haben das beste Biegeverhalten (Flex-Eigenschaften) und sind generell leichter. Jedoch sind sie nach dem Zuschneiden nicht mehr einstellbar und können dann auch nicht mehr von anderen Fahrern genutzt werden. Da die letztendliche Länge weiterhin bei über 2 Metern liegt, sind sie beim Transport weniger handlich. Diese Paddel werden zumeist im Race- und Profibereich eingesetzt, da sie durch ihr geringes Gewicht und ihre hohe Steifigkeit die Kraft des Fahrers am besten übertragen.

Die zweiteiligen vario Paddel zählen zu den verbreitetsten Modellen, da sie viele Vorteile haben. Durch den Varioeinschubteil, an dem auch der Griff ist, lässt sich die Länge des Paddels passend auf jeden Fahrer einstellen. Das ist z.B. für Familien sehr praktisch. Komplett zusammengeschoben ist das Paddel meist 160 cm lang und lässt sich bequem tragen und transportieren. Trotzdem sind die Paddel relativ steif und haben gute Flex-Eigenschaften. Der Vario-Einschub wird in den Hauptschaft gesteckt und mit einer Klammer gesichert. Mittlerweile hat sich das System weiterentwickelt und der Einschub wird über Schienen und Sicherheitsstifte zusätzlich fixiert. So haben die Teile kein Spiel mehr, können sich nicht verdrehen und sind gegen Wasserinfiltration geschützt.

Dreiteilige 3-piece Paddel sind definitiv in puncto Komfort ganz vorne. Die Einzelteile des zerlegten Paddels passen einfach mit in den SUP Board Bag. Dadurch sind sie auch für lange Reisen praktisch. In Bezug auf die Steifigkeit dieser Paddel muss man kleine Einbußen in Kauf nehmen. Auch sind die 3-piece Paddel ein paar Gramm schwerer. Die Komponenten werden wie bei Vario mittels eines Verbindungssystems montiert. Dazu gehören Führungsschienen, Sicherheitsstifte und Klammern.

Für den Schaft werden verschiedene Materialien genutzt. Günstigere Paddel sind meist aus Aluminium und dadurch schwerer. Die leichtesten Paddel haben einen Carbonschaft und finden sich im höheren Preissegment. Dazwischen gibt es unzählige Varianten, bei denen Fiberglas bzw. GFK zu verschiedenen Graden mit Carbon gemischt werden. Paddelschäfte, die nur aus GFK sind, sind weich und haben einen hohen Flex-Grad. Der Flex-Grad bestimmt, wie weit sich ein Paddelschaft biegt. Die Norm liegt momentan bei 35-45. Je steifer das Paddel ist, desto besser überträgt sich die Kraft des Fahrers. Grade im Race-Bereich werden deswegen sehr steife Schäfte eingesetzt. Ein weicherer Schaft ist jedoch gerade für Hobby-SUPler bequemer und schont die Gelenke. Paddel werden auch mit verschiedenen Schaftdicken angeboten. Der durchschnittliche Schaft misst 29 mm. Für kleinere Hände, wie sie Frauen und Kinder haben, eignet sich ein Schaftdurchmesser von 26 mm besser. Im Profibereich verbreiten sich ovale Schafte, die griffiger sind.

Die Paddelblätter, auch Blades genannt, unterscheiden sich in Material, Form, Größe und dem Winkel, in dem sie zum Schaft stehen. Gerade hochwertige Paddel bestehen aus mehreren Schichten. Im Inneren ist ein Kernblatt angelegt, welches durch den sogenannten Stringer verstärkt und stabilisiert wird. Auch für das Blatt gilt, dass eine höhere Steifigkeit auch eine bessere Kraftübertragung gewährleistet. Der Blattkern besteht z.B. aus Holz, PVC, Carbon oder Fiberglas. Der verstärkende Stinger verläuft in der Mitte des Kerns und ist häufig aus Carbon. Über den Kern und den Stringer werden dann ein oder mehrere Schichten, die aus Carbon oder verschiedenen Kunstfasern sind, gelegt. Dadurch verbessern sich die Materialeigenschaften und das Blatt wird steifer, stabiler und auch robuster. Die Kanten des Blattes weisen meist einen ABS-Schutz auf, da sie natürlich sehr beansprucht werden und vor Schlägen, Stößen und Kratzern geschützt werden müssen. Die Zusammensetzung des Materials beeinflusst nicht nur die Flex-Eigenschaften des Blattes, sondern auch das Gewicht. Ein leichteres Gesamtgewicht ist immer vorzuziehen, da so der Energieaufwand geringer ist, man länger Paddeln kann und die Gelenke geschont werden.

Bei der Größe des Blattes gilt, je größer das Blatt, desto weiter kommt man mit einem Paddelzug voran. Da bedeutet aber auch, dass der Kraftaufwand pro Zug größer ist. Für längere Touren werden daher Blades mit einer etwas geringeren Fläche empfohlen. Im Racing-Bereich werden auch kleinere Blätter gewählt und das Tempo wird über eine hohe Schlagfrequenz erzeugt. Größere Paddelblätter werden im Surfbereich eingesetzt, da die größeren Paddeln besser beim Manövrieren helfen und man durch sie agiler in der Welle ist. In welchem Winkel das Blade zum Schaft gekrümmt ist, hat Einfluss auf Reichweite und Technik. Der richtige Winkel kann eben die Reichweite verlänger, was im Touring- und Race-Bereich gewünscht ist. Zudem kann die Krümmung des Blatthalses und die Stellung des Blades die Technik verbessern. Es kann auch eine leichte Wölbung des Blattes hinzukommen, die das Eintauchen vereinfacht.

Wie das Blatt konkret geformt ist, ist Ausschlag gebend für Leistung und Einsatz gebend. Blades, die eher tropfenförmig sind, sind Allrounder und gut fürs Wave-SUP und Blätter, die gerade im oberen Abschnitt nahe des Halses eine V-Form haben werden beim Race und Touren benutzt. Die Kanten sind abgeflacht, damit das Paddel so leicht wie möglich ins Wasser gleitet. Je schmaler die Form des Blattes ist, desto einfacher lässt es sich wieder aus dem Wasser heben. Gerade bei hoher Schlagfrequenz ist das von enormer Bedeutung. Die Flächen des Paddelblattes sind nicht plan, sondern verfügen meist über Einbuchtungen. Man spricht von Konkaven. Manche Blades haben zwei oder gar vier Konkaven. Diese Konkaven verbessern die Führungseigenschaften. Das Paddeln kann einfacher durch das Wasser gezogen werden, weil es sich so nicht verdreht und nicht flattert.

 

Inflatable SUP

Die iSUPs sind aufpumpbare Boards und bilden das Gegenstück zu den Hardboards. Sie sind auch der Grund, wieso sich das Stand-up-Paddeln schnell zum Breitensport etabliert. Nicht aufgepumpt sind die SUPs faltbar, leicht zu transportieren und zu lagern. Das ist, neben ihrer Robustheit, der größte Vorteil gegenüber den Hardboards. Da die Technik mittlerweile sehr weit fortgeschritten ist, sind die Unterschiede zwischen den beiden Kategorien sehr klein geworden. Die inflatable SUPs gibt es für jedes Gewässer, jede Könnerstufe und jeden Fahrstil. Die iSUPs sind vergleichbar mit Gummischläuchen und dadurch ebenso robust wie Gummiboote, etc. Sie bestehen aus einer Unter- und Oberseite, die meist aus PVC ist. Der Innenraum ist jedoch nicht hohl. Die beiden Teile sind mittels der sogenannten Drop-Stich-Technology mit einander verbunden. Dabei werden Tausende von kleinen Nylon-Fäden zwischen den Kunststoffschichten gespannt und verschmolzen. Die Fäden machen auf der Unter- und Oberseite des SUPs kleine Einbuchtungen. Daran lässt sich auch die Qualität eines iSUPs erkennen. Je mehr dieser Einbuchtungen da sind, und je enger sie zusammen liegen, desto steifer ist das Board. Die Boards werden auf unterschiedliche Weise gefertigt. Es gibt Boards mit einer Layer bzw. Schicht, Boards mit zwei mittlerweile sogar drei Schichten und iSUPs, die mittels Stringer-Technologie gefertigt sind. Dabei verläuft ein Stringer um das ganze Boards, das nur eine Layer hat, und verleiht ihm so zusätzliche Steifigkeit. Boards mit nur einer Layer sind leichter. Zudem lassen sie sich jedoch einfacher und schneller aufpumpen. Sie sind jedoch nicht so steif und robust. Die Steifigkeit ist der wichtigste Faktor bei iSUPs. Vor allem im Touring und Race-Bereich entscheidet sie über Sieg oder Niederlage. Aber auch für Hobby-Paddler, die etwas mehr wiegen, ist sie wichtig, damit es nicht zu Twists kommt, bei denen Bug und Heck verdreht sind.

Optisch sind die iSUPs etwas voluminöser und weicher. Das hat auch den Vorteil, dass sie besser für Anfänger geeignet sind. Volumen und Form entscheiden auch über die Kippstabilität der iSUPs, die wichtig für die Sicherheit und das Fahrgefühl ist. Durch ihre weichere Oberfläche, die gleichzeitig so robust ist, werden fast ausschließlich diese Boards im Wildwasser eingesetzt. Natürlich kommt bei den iSUPs das Ventil hinzu, über welches sie aufgepumpt werden. Für mehr Komfort wird die Standfläche mit EVA überzogen, sodass der Fahrer mehr Grip und ein angenehmes Gefühl hat.Im Gegensatz zu den Hardboards sind die iSUPs nicht so präzise formbar. Je nach Hersteller, wird dieser Nachteil durch technische Innovationen kompensiert. Es werden Wasserabrisskanten hinzugefügt oder Seile gespannt, um das Board besser auf Spur zu halten oder zu versteifen.

Wie auch bei den Hardboards bestimmen Rocker, Wasserlinie, Bug und Heck über die Fahrweise des SUPs, ebenso wie die Rails. Outline, Länge und Volumen bestimmen, ob das Board ein Allrounder, Touring, Race oder Wave Board ist.

 

Arten der SUP-Boards

Allround SUP

Ein SUP, das als Allround-Board genutzt wird, kann auf jedem Gewässer einsetzt werden. Es sind auch typische Einsteiger Boards und lassen sich zum Teil auch von der ganzen Familie fahren. Sie haben mehr Volumen und eine weniger schmale Form. Dadurch sind sie besonders kippstabil der Bug ist breit und abgerundet, sowie auch das Heck etwas breiter ist. Durch die weichen Kanten und die breite Outline sind die Fahreigenschaften ausgeglichen und die Fahrweise ausbalanciert. Die Boards sind agil und fehlerverzeihen. Außerdem wird darauf geachtet, dass die Rails so geformt sind, dass das Paddeln einfach ist.

 

Touring SUP

Die Touring SUPs sind länger und schmaler. Ihre Outline verläuft parallel. Auch Heck und Nose sind schmal und spitz geformt. Das sorgt für eine lange Wasserlinie, die die Wasserlaufeigenschaften verbessert. Das bedeutet, dass das Board besser in der Spur bleibt und es längere Gleitphasen hat. Durch das schmale Heck sind die Boards aber auch etwas schwerer zu wenden. Diese Boards sind schneller als Allrounder. Sie eignen sich für lange Distanzen und fitnessorientierte Fahrer mit Erfahrung.

 

Race SUP

Wie der Name schon sagt, handelt es sich hierbei um wahre Wettkampf-Boards. Sie sind noch länger als die Touring-Boards und noch schmaler. Dadurch lassen sich mit ihnen noch höhere Geschwindigkeiten erreichen. Die Steifigkeit und die Form des Unterwasserschiffs sind perfekt auf maximales Tempo ausgerichtet und geben dem Board optimale Laufeigenschaften.

 

Wave SUP

Ursprung und Königsklasse zu gleich! Kleine Wellen lassen sich auch mit Allroundern reiten, aber sobald die Wellen größer werden, wird auch eine andere Form verlangt. Die Wave-Boards tragen oft den Namen Stubby. Sie sind um drei bis vier Fuß kürzer als Allrounder. Auch sind Heck und Bug nicht spitz, sondern abgeflacht. Das macht die Boards besonders wenig.

 

Die Paddel-Technik macht‘s

Für den Paddel-Spaß sind nicht nur Qualität von Board und Paddel wichtig, sondern auch die Art zu Paddeln. Die richtige Technik bringt nämlich mehr Geschwindigkeit und Balance bei weniger Energieaufwand. Hier eine kurze Einführung:

Der Paddler steht aufrecht und hüftbreit auf der Standfläche. Die Knie sind leicht gebeugt. So lässt es sich leichter balancieren und der Stand ist stabiler. Das Paddel wird mit beiden Händen geführt. Eine Hand ist am Griff des Paddels und wird als Druckarm eingesetzt. Er führt die gesamte Paddelbewegung und ist senkrecht über dem Paddelblatt. Der andere Arm wird Zugarm genannt und ist etwa eine Schulterbreite unter dem Druckarm platziert. Durch diese Haltung entsteht ein Kräftedreieck zwischen Oberkörper, Druck- und Zugarm. Gleichzeitig wird so die Körperhaltung stabilisiert.

Ein ganzer Paddelschlag wird in drei Phasen unterteilt. Die erste Phase ist die Einstechphase, der sogenannte Catch. Hierbei wird das Paddel so weit vorne wie möglich ins Wasser eingestochen. Sobald das Paddel vollständig im Wasser ist, beginnt die Zugphase. Vortrieb wird nur im Raum vom Einstechen bis zum Zug zu den Füssen erzeugt. Dabei sollte das Brett zum Paddel gezogen werden, nicht umgekehrt. Der dritte Teil der Bewegung ist die Rückholphase. Durch die Bewegung zur Seite kommt das Paddel aus dem Wasser und wird flach über der Wasseroberfläche zurückgeführt. Die aufrechte Haltung ist beim Paddeln das A und O. So wird nämlich die Kraft am besten auf das Paddel übertragen und das Board kippelt so am wenigsten.