RDM Masten

In aufsteigender Reihenfolge

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Windsurf Mast RDM

Neben Windsurf Segel und Gabelbaum zählt der Windsurf Mast zu den Hauptbestandteilen eines Windsurf Riggs. Er zeichnet sich durch verschiedene Attribute wie Gewicht, Länge, Durchmesser, Masthärte und Mastkurve aus. Die Eigenschaften sollten genau auf das Segel abgestimmt sein, da der Mast einen großen Einfluss auf die Leistung des Segels hat. Die IMCS-Zahl (Index Mast Check System) bezeichnet die Härte und Steifigkeit des Masts und sollte mit den Angaben des Segelherstellers übereinstimmen. Die jeweilige Mastlänge richtet sich nach der Größe des Segels bzw. des Segel-Vorlieks. Es finden Längen zwischen 360 und 580 cm Verwendung. Hat das Vorliek eine Länge von 460 cm, kann das Segel auf zwei verschiedene Arten bestückt werden: einmal mit einem 460 cm-Mast oder mit einem 430er Mast mit entsprechender Verlängerung. Im zweiten Fall kann der 430er Mast auch noch für das Surfen mit einem kleineren Segel verwendet werden. Allerdings sollte man sich darüber bewusst sein, dass eine Verlängerung Auswirkungen auf die Biegekurve hat, so dass der Mast die Charakteristik des Segels beim Windsurfen verändert.

Eigenschaften Windsurf Mast RDM

Ein professioneller Windsurfmast besteht aus glasfaserverstärkten Kunststoffen. Während Einsteiger-Masten manchmal ohne Carbon hergestellt werden, weisen die Masten im Fortgeschrittenen- und Profibereich verschiedene Carbonanteile auf, die Gewicht und Rückstellgeschwindigkeit (Flex) des Masts bestimmen. Generell gilt: je höher der Carbon-Anteil, desto weniger Gewicht und desto schneller kehrt der Mast nach einer Böe wieder in die Ausgangsposition zurück. Leistungsunterschiede zwischen einem 30%-Carbon-Mast und einem Mast mit etwa 70% Carbon sind in diesem Bereich erheblich. Weiterhin entscheidend ist die Mast-Biegekurve, die optimal zu den Fahreigenschaften des Segels passen sollte. Bei den Windsurf Masten unterscheidet man zwischen Masten mit Standard-Durchmesser (SDM) und reduziertem Durchmesser (RDM). Die SDM-Masten haben im Mastfußbereich einen Innendurchmesser von 48.5 mm, bei einem RDM-Modell beträgt der Innendurchmesser hingegen 33 mm. Bei einem vergleichbaren Steifegrad erfordert der RDM-Mast eine größere Wandstärke, weshalb er deutlich schwerer ist als ein SDM-Modell. Fährt man einen RDM-Mast mit einem größeren Segel, sollte darauf geachtet werden, sich eine entsprechende Verlängerung mit reduziertem Durchmesser zuzulegen.

Windsurf Mast SDM bei Surferworld

RDM-Masten bieten im Vergleich zu SDM-Masten einige Vorteile, die besonders im manöverorientierten Windsurfen (Freestyle, Wave) zur Geltung kommen: ein RDM-Mast füllt die Masttasche nicht so sehr aus wie ein Mast mit Standard-Durchmesser, wodurch sich das Profil des Segels verbessert. Weil die Segellatten besser an einem dünnen Mast vorbeikommen, lässt sich das Segel leichter flachstellen, wenn man es aus der Anströmung nimmt. Durch die geringere Reibung verbessern sich die Dreheigenschaften des Segels, was einem bei Manövern ein agileres Handling ermöglicht. Darüber hinaus eignen sich die schmalen RDM-Masten besonders für Fahrer mit kleineren Händen (also auch für Frauen und Jugendliche) und bieten mehr Möglichkeiten für das Trimmen.